Entente Florale 2017 - St. Anton am Arlberg

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"Entente Florale" 2017: Schwaz im Inntal und St. Anton am Arlberg vertreten Österreich

Die Jury des europäischen Blumenschmuck- und Lebensqualitätswettbewerbes besucht von 22. bis 23. Juni Tirol, um die Österreich-Vertreter zu bewerten.
Entente Florale 2017 - St. Anton am Arlberg © Archivgrößer Die "Entente Florale", der europäische Blumenschmuck- und Lebensqualitätswettbewerb wird seit 1975 ausgetragen, seit 1978 beteiligt sich auch Österreich daran – und das überaus erfolgreich, wie die Ergebnisse der letzten 39 Jahre beweisen. "Mit einzigartigen Projekten und professioneller Präsentation zeigen unsere österreichischen Kandidaten stets einen überaus hohen Standard, auch dank der erstklassigen Vorbereitung unserer Berater", sagt Ök.-Rat Herbert Titz, der Vizepräsident der Association Européenne pour le Fleurissement et le Paysage (AEFP), die die Entente Florale organisiert, und Vizepräsident des Blumenbüro Österreich. 
Umfangreicher Kriterienkatalog mit Fokus auf Wissensvermittlung 

9 europäische Länder treten 2017 beim Wettbewerb gegeneinander an. Die Bewertung der teilnehmenden Dörfer und Städte wird von einer europäischen Fachkommission vorgenommen. Jedes Land stellt ein Jurymitglied mit VertreterInnen aus Fachgebieten wie dem Garten- und Landschaftsbau, Tourismus und der Architektur. 

"Die Bewertungstouren zeigen die europäische Vielseitigkeit und eine Buntheit, von der die Juroren oft auch für ihre Arbeit im Heimatland profitieren", betont Herbert Titz. Der Kriterienkatalog ist umfangreich und fokussiert vor allem auf die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz, das touristische Angebot, die florale Gestaltung oder die Einbindung der Bevölkerung. Seit einigen Jahren wird besonderes Augenmerk auf die Wissensvermittlung gelegt: "In der Vergangenheit haben wir sehr schöne und kreative Beispiele gesehen, wie die Jugend zu Umweltschutz und Gartenbau herangeführt wird", so Herbert Titz. 

Die Auswahl der Kandidaten verantwortet hierzulande übrigens das Blumenbüro Österreich als nationaler Repräsentant der AEFP. Bereits im Vorfeld wird abgeklärt, ob sich der jeweilige Kandidat mit seinen Projekten auch im europäischen Wettbewerb durchsetzen kann.

Stadtgemeinde Schwaz vertritt Österreich in der Kategorie "Stadt" 

Mit Schwaz geht eine Vorzeigestadt ins Rennen, die in Sachen Natur- und Umweltschutz immer neue Maßstäbe setzt: Als erste Stadt Tirols trat Schwaz dem Klimabündnis bei, auch der erste Waldkindergarten des Bundeslands entstand hier vor bereits 10 Jahren. Mit seinem Turmfalkenprojekt hat Schwaz neue Maßstäbe in der natürlichen Taubenabwehr gesetzt − ein Projekt, das auch schon von anderen Gemeinden übernommen wurde. Durch neue Brutmöglichkeiten für die Turmfalken konnten sie wieder angesiedelt werden und die Tauben sind dadurch fast zur Gänze aus Schwaz verschwunden. 

Grünes Stadtzentrum für die Bevölkerung

Mit 600 Mitgliedern ist der Obst- und Gartenbauverein in Schwaz der größte seiner Art in Westösterreich. Mitten im Stadtgebiet werden ein Schulgarten und eine Obstpresse betrieben, wo die Bevölkerung ihr Obst verarbeiten kann, aber auch Baumschnittkurse besuchen kann oder die Baumberatung nutzen kann. 

Ebenfalls im Herzen der Innenstadt liegt der 4.000 m² große Mathoigarten, der in den letzten Jahren, ebenso wie sein Gebäudekomplex, sensibel gestaltet und restauriert wurde. Im Sommer wird das Areal mit seinen alten Obstbäumen feierlich für die Bevölkerung eröffnet und bietet den BesucherInnen einladende Verweilmöglichkeiten mitten im Zentrum von Schwaz. 

St. Anton am Arlberg vertritt Österreich in der Kategorie "Dorf" 

St. Anton ist eine Ferienregion mit Weltruf, die auch in Bereich Blumenschmuck und Lebensqualität sehr viel zu bieten hat. In den letzten Jahrzehnten ist das Engagement groß, St. Anton als umweltfreundlichen Ski- und Ferienort zu etablieren und die Unberührtheit der Landschaft für kommende Generationen zu sichern. 

Die Umwelterziehung beginnt in St. Anton bereits im Kindesalter: Auf dem Gemeinschaftsacker mit unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten lernen schon die Kleinen, den Boden zu bearbeiten, zu säen, zu pflanzen und sie sind für die Pflege des Feldes wie auch die anschließende Ernte verantwortlich. Besuche bei der Jägerschaft vermitteln den Kindern Wissenswertes über Tierarten oder die Wildfütterung. 
14 Vereine engagieren sich zu den unterschiedlichsten Themen und bieten mit sportlichen Aktivitäten, Kultur, Tradition oder ihrer Jugendorientiertheit ein großes Stück Lebensqualität für die Bevölkerung. 

Gelebtes Umweltbewusstsein in St. Anton 

Mit dem Kartellsee als Speicher, der das Kraftwerk Kartell beliefert, ist seit 2006 eine vollständige Stromautarkie in St. Anton gelungen. St. Anton verfügt auch über ein Biomasseheizwerk mit Hackschnitzel, das die Stadt versorgt. Besonders stolz ist man vor Ort über das Umweltgütesiegel, mit dem mittlerweile alle Bergrestaurants ausgezeichnet wurden. 

Professionelle Vorbereitung der österreichischen Kandidaten 

Von den vielseitigen und nachhaltigen Projekten, die in den beiden Tiroler Gemeinden umgesetzt werden, kann sich die 8-köpfige europäische Kommission am 22. und 23. Juni 2017 überzeugen, wenn die Tiroler Gemeinden am Tourplan der Jury stehen. Auch der AEFP-Vizepräsident freut sich auf dieses besondere Event für Österreich: "Ich bin jedes Mal stolz und sehr glücklich, wenn die Jury unsere jeweiligen Teilnehmer besucht", so Herbert Titz. 

Die Vorbereitungen in Schwaz und St. Anton am Arlberg laufen bereits auf Hochtouren. Das Blumenbüro Österreich bereitet die heimischen Kandidaten perfekt auf ihre Teilnahme vor: Bereits 1,5 Jahre vor Bekanntgabe der Kandidatur beginnen in Österreich die Arbeiten, um die heimischen Teilnehmer und ihre Projekte professionell zu präsentieren. "Unsere beiden österreichischen Jurymitglieder, Herr Ing. Martin Wagner von den Wiener Stadtgärten und Frau Johanna Renat BA, MA arbeiten eng und intensiv mit den jeweiligen Gemeinden und Städten zusammen. Beim Jury-Besuch kommt es auf jedes kleinste Detail an", erklärt Titz. 

"Lokaler Charme, großartige nachhaltige Projekte und gelebte Dorfgemeinschaften werden die Jury in Schwaz und St. Anton am Arlberg begeistern: Überzeugen Sie sich schon jetzt von den landschaftlichen Schönheiten der beiden Tiroler Gemeinden", so Ök.-Rat Herbert Titz.  

Rückfragehinweise: Nähere Informationen und Bilder gibt es beim Blumenbüro Österreich, Mag.a Monika Burket, Laxenburgerstraße 367, 1230 Wien, Telefonnummer: +43/1/615 12 98, Fax: +43/1/615 12 99, E-Mail: office@blumenbuero.or.at, Homepage: www.ihr-florist.at.


22.05.2017