Bad Ischl vertritt Österreich 2016 bei der Entente Florale

Entente Florale - Kurpark im Sommer © Stadtgemeinde Bad IschlGalerie Am 4. Oktober 2015 ging in Bad Ischl die letztjährige OÖ. Landesgartenschau unter dem Motto "des Kaisers neue Gärten" zu Ende. Sowohl der einfühlsame Umgang mit den historischen Anlagen, die ergänzenden, neuen Themengärten und der harmonische Übergang von der Stadt zu den einzelnen Parks wurden vom Publikum honoriert.

Die insgesamt 348.521 Besucher aus allen Bundesländern sowie aus Deutschland, Italien und der Schweiz belegten, dass diese Gartenschau auch im überregionalen und internationalen Vergleich mithalten konnte.   Bad Ischl ruht sich aber nicht auf dem Erreichten aus. Bestärkt von den Erfolgen im vorigen Jahr nimmt die Stadt am europäischen Wettbewerb für Lebensqualität in Städten "Entente Florale" teil.

Der Kern der Präsentation sind die im Hinblick auf die Landesgartenschau neu gestalteten Grün- und Freiräume der Stadt, die nach der Gartenschau ohne Eintritt der Bevölkerung und den Gästen von Bad Ischl zur Verfügung stehen.   Der Rundgang im Rahmen des Wettbewerbs wird in der Trinkhalle beginnen und über den neu gestalteten Auböckplatz zur Pfarrgasse führen, dann über den Schröpferplatz zum Kurpark.

Dieser ist mit seinen prächtigen Wechselflorbeeten die repräsentativste Grünanlage von Bad Ischl. Der neue Musikpavillon aus Tannenholz steht sowohl für qualitätsvolle Planungskultur als auch für die Verwendung von regionalen Baumaterialien. Weiter geht es zur Esplanade mit den 128 neu gepflanzten Kaiserlinden und dann zum Sisipark mit dem renaturierten Kaltenbach. Der Sisipark mit den beiden Spielplätzen, dem Lipizzaner Spielplatz und dem Wassserspielplatz, die beide in Zusammenarbeit mit Ischler Schulen geplant wurden, hat sich seit dem Ende der Gartenschau zum Lieblingspark der Ischler Kinder entwickelt.

Aber auch die verbliebenen Themengärten, die artenreichen Staudenbeete und die bunten Wechselflorbeete tragen dazu bei, dass das Gartenschau-Flair weitgehend erhalten blieb.

Auch die Gemeinschaftsgärten, der barrierefreie Naschgarten der Lebenshilfe, der Alzheimerweg und der Infostand des Imkervereins sind dauerhafte Bestandteile des Sisiparks geworden und zeigen im Rahmen der Entente Florale, wie vielfältig und umfangreich das freiwillige Engagement in Vereinen in Bad Ischl ist.  

Aber zur Präsentation der Stadt bei der Entente Florale gehören auch weniger zentral gelegene Freiräume und Einrichtungen: Die Sportanlagen im Stadtteil Kaltenbach, der Kaltenbachteich als Refugium für Amphibien, die Wiederherstellung eines Nebenarms der Traun und schließlich ein kurzer Abstecher in das Berg-Innere: die Hauseckquelle, die seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts einen wesentlichen Teil der Trinkwasserversorgung von Bad Ischl sichert. Ein Bauernhof am Stadtrand, der Kräutergarten am Kalvarienberg, der Clusius Garten, der Pfarrgarten, der Bauerpark und der Friedhof der Stadt sind weitere Stationen, die die Vielfalt an Freiräumen in Bad Ischl zeigen und zur Lebensqualität der Stadt beitragen.  

Schließlich dürfen bei einer Stadt, die inmitten der Berge und Seen des Salzkammerguts liegt, auch zwei Berge im Präsentationsprogramm nicht fehlen: Anhand der 1.542m hohen Katrin mit ihrem Naturschutzgebiet in der Gipfelregion wird gezeigt, wie sich der Erhalt der Biodiversität mit Sport und Erholung im Gebirge, die durch die Katrin-Seilbahn auch vielen nicht so sportlichen Personen ermöglicht wird, in Einklang bringen lässt. Den Schlusspunkt der Präsentation bildet der 599m hohe Siriuskogel, der neben einem guten Überblick über die Stadt und einigen geologischen Besonderheiten auch gesunde und regionale Küche im Schutzhaus anbietet.  

Die Gartenschau in Bad Ischl war der Zielpunkt der Stadtentwicklung der vergangenen 10 Jahre. Die zeitliche Dynamik einer Großveranstaltung wurde genutzt, um einen Investitions- und Qualitätsschub für Bad Ischl zu erreichen. Die Entente florale trägt dazu bei, dieses Erbe zu erhalten und weiterzuentwickeln, die vielen einzelnen Akteure, die dazu beitragen, ins Rampenlicht zu stellen und ein großes gesamtstädtisches Bild der Lebensqualität in Bad Ischl zusammen zu stellen.  

Natürlich sehen viele gerade im Jahr 2016, hundert Jahre nach dem Tod von Kaiser Franz Joseph, Bad Ischl insbesondere als Kaiserstadt. Bad Ischl ist aber eine sehr vielfältige Stadt, die sich unter anderem als Kur-, Kongress-, Operetten-, Schul- und Einkaufsstadt versteht. Aber mit der vergangenen Gartenschau und der Teilnahme am Wettbewerb der Entente Florale positioniert sich jetzt Bad Ischl ganz besonders auch als Stadt der Parks, der Gärten und nicht zuletzt der Blumen.


22.06.2016