"Entente Florale" 2014: Haus im Ennstal für Österreich am Start

Die steirische Gemeinde präsentiert sich der Jury des Europäischen Blumenschmuck- und Lebensqualitätswettbewerb am 1. Juli in der Kategorie "Dorf".
Europäische Jurierung am 1.7.2014 © Bildnachweis Blumenbüro Österreich Entente Florale Haus 2014 (11)Galerie Schon seit 1975 wird der Blumenschmuck- und Lebensqualitätswettbewerb "Entente Florale" ausgetragen und seit 1978 beteiligt sich auch Österreich daran – überaus erfolgreich, wie die Ergebnisse der letzten 36 Jahre beweisen.

"Unsere Österreich-Kandidaten zeigen stets einen überaus hohen Standard – mit ihren einzigartigen Projekten und professioneller Präsentation, dank der erstklassigen Vorbereitung unserer Berater", sagt Ök.-Rat Herbert Titz, der Präsident der Association Européenne pour le Fleurissement et le Paysage (AEFP), die die Entente Florale organisiert, und Vizepräsident des Blumenbüro Österreich.

Umfangreicher Kriterienkatalog mit Fokus auf Wissensvermittlung

12 europäische Länder treten 2014 beim Wettbewerb gegeneinander an. Die Bewertung der teilnehmenden Dörfer und Städte wird von einer europäischen Fachkommission vorgenommen. Jedes Land stellt ein Jurymitglied, dessen Vertreter aus Fachgebieten, wie dem Garten- und Landschaftsbau, aus dem Tourismus und der Architektur kommen. "Die Bewertungstouren zeigen die europäische Vielseitigkeit und eine Buntheit, von der die Juroren oft auch für ihre Arbeit im Heimatland profitieren", betont Herbert Titz.

Regionale Unterschiede, z.B. in der Gestaltung des Blumenschmucks oder der Gestaltung von öffentlichen Grünflächen, finden sich auch innerhalb Österreichs – ein interessanter Vergleich, der neue Blickwinkel und Zugänge ermöglicht.   Der Kriterienkatalog ist umfangreich und bewertet u.v.a. die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz, das touristische Angebot, die florale Gestaltung oder die Einbindung der Bevölkerung. Seit einigen Jahren wird besonderes Augenmerk auf die Wissensvermittlung gelegt: "In den letzten Jahren haben wir sehr schöne und kreative Beispiele gesehen, wie die Jugend zu Umweltschutz und Gartenbau herangeführt wird", so Herbert Titz.

Haus im Ennstal vertritt Österreich in der Kategorie "Dorf"

Das Blumenbüro Österreich als nationaler Repräsentant der AEFP wird in der Kategorie "Dorf" heuer Haus im Ennstal ins Rennen schicken. Mit dieser obersteirischen Gemeinde in der Bergregion im oberen Ennstal ist es gelungen, einen mehrmaligen Sieger bei Landesblumenschmuck-Wettbewerben zu gewinnen, der sich auch als idealer und familienfreundlicher Sommer u. Wintersportort weltweit höchster Beliebtheit erfreut. Von den vielseitigen und nachhaltigen Projekten, die in Haus im Ennstal umgesetzt werden, kann sich die 11-köpfige europäische Kommission am 1. Juli 2014 überzeugen, wenn die steirische Gemeinde am Tourplan der Jury und ihrer Bewertung steht.

Auch der AEFP-Präsident freut sich auf dieses besondere Event für Österreich: "Ich bin jedes Mal stolz und sehr glücklich, wenn die Jury unsere jeweiligen Teilnehmer besucht", so Titz.  

Professionelle Vorbereitung des österreichischen Kandidaten
 

Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Das Blumenbüro Österreich bereitet die heimischen Kandidaten perfekt auf ihre Teilnahme vor: Bereits 1,5 Jahre vor Bekanntgabe der Kandidatur beginnen in Österreich die Arbeiten, um die heimischen Teilnehmer und ihre Projekte professionell zu präsentieren. "Unsere beiden österreichischen Jurymitglieder Herr Ing. Martin Wagner von den Wiener Stadtgärten und Frau Johanna Renat arbeiten eng und intensiv mit den jeweiligen Gemeinden und Städten zusammen. Beim Jury-Besuch kommt es auf jedes kleinste Detail an, wie zum Beispiel auf einen exakt einzuhaltenden Zeitplan", erklärt Titz. Die Auswahl der Kandidaten verantwortet hierzulande übrigens das Blumenbüro Österreich, das bereits im Vorfeld abklärt, ob sich der jeweilige Kandidat mit seinen Projekten auch im europäischen Wettbewerb durchsetzen kann.  

Haus im Ennstal mit großem nachhaltigen Engagement

Haus im Ennstal zeigt sich als Vorzeigegemeinde in Sachen Nachhaltigkeit – ein Thema, das nicht nur der Ortsleitung, sondern auch den EinwohnerInnen überaus am Herzen liegt, wie die vielseitigen Projekte zeigen. Bis 2015 will der Ort zu einer plastiksackerlfreien Gemeinde werden – so das ehrgeizige Ziel, das zum Beispiel mit seinem Stoffsackerlprojekt Maßnahmen in den Schulen ebenso wie im Haus der Senioren vorsieht. Die Volksschule Haus wiederum betreibt zwei Gemüsehochbeete und hat einen Baum- und Strauchwanderweg mit "alten" heimischen Gehölzen angelegt.

Vorgestellt werden der europäischen Jury auch ein Wasserprojekt und die Studie "SOS – Schule ohne Stress" – das überaus positive Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung über die Auswirkung von Vollholz auf Konzentration und Gesundheit der SchülerInnen in zwei Schulklassen. Ein schönes Beispiel für das Engagement innerhalb der Bevölkerung ist im Ortsteil Weißenbach zu finden: Hier errichtete die Dorfgemeinschaft auf eigene Kosten einen Kinderspielplatz, den sie unentgeltlich pflegt und ausbaut, so zum Beispiel mit einem Barfußweg, der heuer verwirklicht wurde. Auch zukünftige Projekte finden Berücksichtigung in der Bewertung der Entente Florale-Jury: Für Haus im Ennstal sind für die Zukunft eine Schiliftanlage bis in Ortszentrum, ein Verweil-Platz neben dem Pfarrhof und ein Hochwasserschutzbecken geplant.  

Erlebnis "Schafsinn" wird begeistern

Der Verein Schaferlebnis am Hauser Kaibling bietet Gästen ein besonderes Naturspektakel: ca. 900 Schafe sorgen hier als ausgezeichnete Landschaftspfleger und Gärtner der Tierwelt dafür, dass die Pisten im Sommer optimal gepflegt und gedüngt werden – und fressen rund 1 Mio. kg Almgras pro Weideperiode.

Das geförderte LEADER-Projekt "Schafsinn" rückt gleichzeitig auch die bäuerliche Leistung und deren Produkte in ein neues Licht: Der "Schafsinn-Rundweg", der 5,6 km lang ist und verschiedene Themenwege bietet, liefert wichtige Fakten rund um Schafe. Die 900 wolligen Tiere stehen übrigens unter der Aufsicht eines fachkundigen Hirten, der ihre natürliche Almhaltung möglich macht. – Ein einmaliges und spannendes Projekt für die ganze Familie.  

"Lokaler Charme, großartige nachhaltige Projekte und gelebte Dorfgemeinschaft werden die Jury Anfang Juli in Haus im Ennstal begeistern: Überzeugen Sie sich schon jetzt von der landschaftlichen Schönheit der Region und machen Sie sich ein Bild des steirischen Österreich-Vertreters Haus im Ennstal", sagt KR Rudolf Hajek, Bundesinnungsmeister der Gärtner und Floristen und Präsident des Blumenbüros Österreich.  


31.07.2014