"Gräben überwinden": Wiener Gartengestalter kreieren Kreisverkehr vor der UNO City

Wettbewerb präsentiert das kreative Können der Wiener Gartengestalter
Spatenstich © Blumenbüro ÖsterreichGalerie Ein besonderes Projekt starteten die Wiener Gartengestalter im Herbst 2014, als im Rahmen eines Wettbewerbs Ideen zur Gestaltung des Kreisverkehrs vor dem Platz der Vereinten Nationen in Wien gesammelt wurden. Das Ziel: der Öffentlichkeit das Leistungspotenzial der Wiener Gartengestalter zu verdeutlichen, ebenso wie ihr großes Know-how und ihre
Kreativität zu demonstrieren.

Alle Wiener Gartengestalter-Mitgliedsbetriebe, die österreichischen Landschaftsarchitekten, Wiener Lehrwerkstätten und die Schüler der HBLFA Schönbrunn wurden eingeladen, ihre Projektideen einzusenden. Die insgesamt 15 Vorschläge wurden von einer namhaften Jury – darunter KR Dr. Paulus Stuller von der Wirtschaftskammer Wien, Karl Hohenlohe, Ing. Margit Grassinger von den Wiener Stadtgärten und die Journalistin Ingrid Greissenegger und dem Landschaftsarchitekten Ing. Gerold Hauser – bewertet.

Das Siegerprojekt: "Gräben überwinden"

Der Landschaftsarchitekt Stefan Neuhold, Absolvent der Universität für Bodenkultur, überzeugte die Jury mit seinem Siegerprojekt "Gräben überwinden", der zweite Platz ging an "Vorfahrt den Blüten", ein Projekt des Gartengestalters Christian Wittwer. Den dritten Platz sicherten sich Manuela Spitzer, Petra Zimmel und Simone Berger von Weidinger & Partner unter dem Titel "Die Blume des Lebens für die Uno City Wien". Am 17. Juni 2015 wurden im Kleinen Festsaal der Wirtschaftskammer Wien die Preise verliehen.

Eine ganzjährige Bepflanzung mit Stauden und Gräsern, die gleich mehrere Kontinente einbeziehen und damit die Vereinten Nationen und ihren Tätigkeitsbereich repräsentieren: Stefan Neuholds Siegerprojekt "Gräben überwinden" überzeugte die Jury mit seiner starken Symbolik und großen Kreativität: Denn gärtnerisch wird dieses Motto realisiert durch Gräben, die mit graphit-schwarzen Schieferplättchen ausgefüllt und durch die verschiedenen Pflanzen verbunden werden. Als Blickfang in der Mitte des Kreisverkehrs fungiert ein Quellenstein. Die Bepflanzung des Kreisverkehrs soll auch dem Motto – Gräben überwinden – gerecht werden: Im Kreislauf der Saisonen sollen die Pflanzen die eingezogenen Gräben überwinden – ein Erlebnis für den Betrachter.

Am 16. November 2015 erfolgte der offizielle Spatenstich durch den Bezirksvorsteher des 22. Wiener Gemeindebezirks, Ernst Nevriry, im Beisein von Ottilie Steinhauer von der Firma LABAU und Landesinnungsmeister Ing. Herbert Eipeldauer. Die Fertigstellung erfolgte eine Woche später, am Montag, dem 23. November 2015.

Gepflegt wird die Bepflanzung in den nächsten fünf Jahren von der Lehrwerkstätte Weidinger & Partner: Dadurch haben die jungen Auszubildenden die Möglichkeit, an diesem Projekt mit den jahreszeitlichen Veränderungen der Bepflanzung zu arbeiten.

Landesinnungsmeister Eipeldauer: "Saisonales Schauspiel ist Unikat"

Landesinnungsmeister Eipeldauer freut sich über die gelungene Initiative: "Für mich war die Umsetzung dieses Projektes eine Herzensangelegenheit. Es ist etwas Besonderes, an diesem prominenten Platz vor der Wiener UNO das Können der Gartengestalter zeigen zu dürfen. Dies empfinde ich als Privileg und Auszeichnung. Den Betrachtern wird in diesem Kreisverkehr ein jahreszeitliches Schauspiel geboten: Pflanzen aus 5 Kontinenten zeigen zu jeder Saison ihre jeweilige Pracht – eine starke Symbolik für das Motto "Gräben überwinden" wird so mithilfe der Pflanzen realisiert."

"Ich möchte mich nochmals für die gute Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten bedanken und freue mich, dass dieser Kreisverkehr im Zentrum der Donaucity die Leistungen der Wiener Gartengestalter in den Vordergrund rückt", so der Landesinnungsmeister weiter. "Wir begegnen hier einem Unikat im Wiener Stadtgebiet − einer Bereichung für das Stadtbild. Wir dürfen uns freuen, die nächsten 5 Jahre dieses Projekt im Wiener Stadtgebiet beim ‚Wachsen und Verändern’ zu beobachten."