"Wenn Worte fehlen, können Blumen trösten" – Ausstellung im Stift Melk zeigte niederösterreichische Trauerfloristik

Trauertage in Melk © Ulrike Fassler - Gärtner & FloristGalerie Das altehrwürdige Stift Melk stand an diesem Wochenende ganz im Zeichen des heimischen Floristenhandwerks. Die Landesinnung der Niederösterreichischen Gärtner und Floristen widmete sich in einer Ausstellung der Trauerfloristik: Ob Urnenschmuck oder Trauerkranz – Blumen trösten, erinnern und geben Hoffnung. Drei Tage lang haben zahlreiche Besucher die vielfältigen floralen Kunstwerke bewundert und sich mit den Hintergründen der Trauerbeigabe auseinandergesetzt.

"Wenn Worte fehlen, können Blumen trösten", unter diesem Motto präsentierte die Landesinnung der NÖ Gärtner & Floristen die erste Ausstellung rund um das Kunsthandwerk der Trauerfloristik. Von 9. bis 11. Oktober boten die Räumlichkeiten des Stift Melk den passenden Rahmen für eine handwerkliche und persönliche Auseinandersetzung mit dieser sensiblen Thematik. Hauptverantwortlich für die Gestaltung der floralen Werkstücke, die von Urnenschmuck bis zum Trauerkranz reichten, war Franz Josef Wein, Leiter der Akademie für Naturgestaltung in Zwettl.

Das ausdrücken, was Worte nicht können


"Mit dieser besonderen Ausstellung haben wir einen Weg geschaffen, um der Öffentlichkeit das Thema Trauerfloristik zugänglich zu machen. Wir zeigen, welche sensiblen Möglichkeiten unser Kunsthandwerk bietet. Sargschmuck, Kränze, Buketts und viele andere floralen Werke vermögen oftmals das auszudrücken, was Worte nicht können", erklärt Franz Josef Wein.

Blumen trösten – erinnern – geben Hoffnung

Blumen verleihen auch dem traurigsten Anlass Festlichkeit, egal ob Begräbnis oder persönliche Verabschiedung. Ein sehr heikles Thema, mit dem jedoch alle Menschen früher oder später konfrontiert werden. In einer eigenen Podiumsdiskussion wurden daher am Samstag auch die unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkte ausgetauscht. "Blumen ermöglichen einen würdigen Rahmen für den persönlichen Abschied: Sie spenden Hinterbliebenen Trost, erinnern an geliebte Menschen und geben Hoffnung in schweren Zeiten. Das Stift Melk bot uns für diese Ausstellung eine einzigartige und würdige Kulisse. Wohl kaum ein anderer Ort wäre besser geeignet, um sich dem Thema Sterben und Tod in der Sprache der Blumen zu nähern", zeigte sich auch der niederösterreichische Landesinnungsmeister Thomas Kaltenböck, der mit seinem Team für das Projekt verantwortlich war, sehr zufrieden mit der Veranstaltungspremiere.


14.10.2015