Internationale Gartenbaumesse Tulln 2015: Floristische und gärtnerische Highlights in Halle 8 vom 27.8 - 31.8.2015

Floristenshows, Experten-Tipps, Kinderblumenstecken und "Pflanzen auf Reisen": tägliche Highlights von 10:00 bis 17:00 Uhr rund um die ORF Radio NÖ-Bühne.
IGM Tulln 2014 © Blumenbüro Österreichgrößer Es ist ein vielseitiges Programm mit floralen Überraschungen und zahlreichen Highlights, das die BesucherInnen der Internationalen Gartenbaumesse in Tulln von 27. bis 31. August 2015 auf und rund um die ORF Radio NÖ-Bühne in der Halle 8 erwartet. – Und wie jedes Jahr sorgt auch heuer der Gemeinschaftsstand der Wiener Gärtner, der österreichischen Blumengroßhändler und Floristen sowie der Österreichischen Bundesgärten dafür.
Als Publikumsmagneten begeistern die 2-mal täglichen Floristenshows, Tipps der ORF NÖ-Profigartengestalter Franz Gabesam und Johannes Käfer sowie von Kräutergärtner Martin Ruzicka oder das Kinderblumenstecken.

Ein beliebter Programmpunkt ist auch der Blick in die Zukunft mit ORF Radio NÖ-Astrologin Eva Vaskovich-Fidelsberger – all das unter der professionellen Leitung des sympathischen ORF NÖ-Moderators Robert Morawec.

Die Floristenshow: Handwerk kommt zur Blüte


Wenn der niederösterreichische Meisterflorist Florian Dienstl mit seinem Team in der Floristenshow 2-mal täglich saisonale Trends präsentiert, ist ihm die Begeisterung der BesucherInnen gewiss. Vom prachtvollen Blumenstrauß, aktuellen Hochzeitstrends, der Herbstfloristik oder dem Thema Kräuter: Das Publikum darf sich auf eine Show freuen, die das feine Floristen-Handwerk zu den KonsumentInnen bringt. Praktische Tipps und wertvolle Ratschläge zum Thema Blumen und Pflanzen, wie z.B. die richtige Versorgung, dürfen dabei natürlich nicht fehlen, ebenso wie Antworten auf individuelle Fragen.   Schon seit einigen Jahren liegt ein Fokus der Bühnenshows auf dem Thema "Fair Flowers Fair Plants" (FFP). Weiterführende Informationen und Broschüren zu diesem weltweiten Blumen-Gütesiegel sind am Gemeinschaftsstand kostenlos erhältlich.

Gerne stehen die MeisterfloristInnen auch für Fragen zur Aus- und Weiterbildung des Floristenberufs bzw. des Gartengestalters zur Verfügung.

Nach jeder Floristenshow haben die MessebesucherInnen wieder die Chance, attraktive Preise zu gewinnen, z.B. Eintrittskarten zu den Österreichischen Bundesgärten in Schönbrunn, Karten für den Blumenball 2016 oder eine Gemüsekiste, zur Verfügung gestellt von der LGV Frischgemüse Wien.

Das Kinderblumenstecken: täglich um 16 Uhr


Jeden Tag um 16 Uhr sind die kleinen BesucherInnen der Tullner Messe eingeladen, um gemeinsam mit den MeisterfloristInnen ihre floristischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. − Ein Highlight, das sich bei den jungen Talenten höchster Begeisterung erfreut. Mit viel Freude und Einsatz machen sich die Kinder stets ans Werk und punkten vor dem Publikum mit ihren erstaunlichen Fertigkeiten. Zur Erinnerung darf sich natürlich jedes Kind die eigenen Blumenkunstwerke mit nach Hause nehmen.

"Mit Pflanzen auf Reisen": Ausstellung der Österreichischen Bundesgärten


Mit einem besonderen Thema überraschen auch heuer wieder die Österreichischen Bundesgärten, wenn sie die ehemalige kaiserliche Pflanzensammlung unter dem Motto "Pflanzen auf Reisen" präsentieren. Im Fokus steht damit die Sammelleidenschaft des Kaiserhofs im 18. und 19. Jahrhundert, demonstriert anhand ausgewählter Einzelstücke aus dem aktuellen Pflanzenbestand.   Erstmals auf der Tullner Gartenbaumesse wird damit die Geschichte der Hofgärtner und deren Forschungsreisen gezeigt. – Eine Geschichte, die bereits unter Kaiser Maximilian II., 1569, begann und sich bis zum Jahr 1929 mit mehr als 4.000 Arten als die zweitgrößte Sammlung Europas etablierte. Die geografischen Schwerpunkte der Forschungsreisen: Mitteleuropa sowie der Mittelmeerraum, Afrika, Ostasien, Australien sowie Süd- und Mittelamerika.

Die Sammlung: Pflanzen von Österreich bis Brasilien


So geht die "Alpenpflanzen"-Sammlung auf Erzherzog Johann, einen leidenschaftlichen Gärtner und Bruder von Kaiser Franz I., zurück, der in Niederösterreich und der Steiermark seltene Enziane, Steinbrech aber auch Alpenrosenarten sammelte, die dann im Schönbrunner Schlossgarten vom damaligen Hofgartendirektor und Botaniker Heinrich Schrott gepflegt wurden.

Die "Flora Austriaca", als "Hostscher Garten" bekannt, wurde 1793 von Franz I. initiiert, der damit den Botaniker Nikolaus Thomas Host beauftragte, eine Sammlung aller in den österreichischen Kronländern vorkommenden Pflanzen anzulegen. Sie kann noch heute im Botanischen Garten der Universität Wien besichtigt werden.

Bis nach Brasilien zog es Erzherzog Ferdinand Maximilian I., den späteren Kaiser von Mexiko, mit seinem Hofgärtner Franz Maly in den Jahren 1859/60. Die mitgebrachten Araceenpflanzen wurden in Schönbrunn mit jenen Pflanzen ergänzte, die nach der Brasilienreise der Schönbrunner Gärtner Heinrich Schott und Josef Schütt, 1817-21, an den Hof gelangt waren.

Highlight: die Orangerie Maria Theresias

Besonders stolz sind die Österreichischen Bundesgärten auf die weltweit einzigartige historische Orangeriepflanzensammlung. Begonnen durch die Kaiserwitwe Wilhelmine Amalie von Braunschweig-Lüneberg im Jahre 1711, wurde die Sammlung in der Regierungszeit von Karl VI. und seiner Tochter Maria Theresia kontinuierlich erweitert. Maria Theresia war es auch, die den Pflanzen in der kalten Jahreszeit Platz in der Orangerie machte und auf ihren Festen mit den mediterranen Pflanzen für eine unvergessliche Kulisse sorgte.

Ein Highlight der Sammlung ist auch jene Myrte, die Maria Theresia als Hochzeitsgeschenk vom türkischen Gesandten aus Konstantinopel im Jahr 1736 bekam. Sie und ihre Pflanzennachkommen stehen heute noch in der Schönbrunner Orangerie und können von interessierten Blumenfreunden besucht werden. Viele weitere Höhepunkte der seltenen Pflanzensammlung warten darauf, von den MessebesucherInnen entdeckt zu werden, so etwa das vielseitige Jahresprogramm der Österreichischen Bundesgärten, das Einblicke hinter die Kulissen der historischen Sammlungen bietet.


07.07.2015