Bundeslehrlingswettbewerb der Floristen 2015: Vorarlbergerinnen holen sich den 1. und 2. Platz

Magdalena Müller aus Vorarlberg gewinnt den Bundeslehrlingswettbewerb der Floristen 2015 in Rust.
Siegerin des Bundeslehrlingswettbewerbs d. Floristen 2015 - Magdalena Müller - Betrieb Schallert aus Vorarlberg © Landesinnung Burgenland Gärtner & FloristenGalerie Als ein Fest der Floristik, Kunst und Kulinarik fand am vergangenen Wochenende der Bundeslehrlingswettbewerb der FloristInnen im burgenländischen Rust statt. – Ein besonderes Event, das mit den atemberaubenden floristischen Kreationen zum Thema "Floristische Leidenschaft am See" und dem einzigartigen Ambiente des UNESCO-Welterbes von Rust die BesucherInnen und die Jury gleichermaßen faszinierte.   Die 23 besten Floristinnen und Floristen aus ganz Österreich gingen beim Wettkampf an den Start, um in 6 Kategorien zu zeigen, welch großes handwerkliches Potenzial und Wissen in ihnen steckt.  

Magdalena Müller aus Vorarlberg gewinnt Bundeslehrlingswettbewerb
 

Mit Magdalena Müller, vom Ausbildungsbetrieb Betrieb Schallert Barbara (Bludenz), gewann 2015 eine Vorarlbergerin den diesjährigen Bundeslehrlingswettbewerb, der 2. Platz geht an Linda Lantschner, ebenfalls aus Vorarlberg, von der Blumenwerkstatt Immergrün Keckeis KG (Götzis), den 3. Platz konnte sich die Salzburgerin Nathalie Hieronymus vom Betrieb Meisterfloristik Sonnenblume (Oberndorf) sichern.  

Bundesinnungsmeister Hajek: "Unsere Jugend sprüht vor Kreativität"
 

Beeindruckt zeigte sich die Jury vom sehr hohen Niveau in diesem Jahr und auch der Bundesinnungsmeister der Gärtner und Floristen und Präsident des Blumenbüros Österreich, KR Rudolf Hajek freut sich über die ideenreichen und professionellen Arbeiten:   "Jedes Jahr bin ich erneut voller Stolz, das fachliche Können unserer Lehrlinge zu beobachten. Und auch in Rust haben wir uns wieder vom überaus hohen Ausbildungsniveau unseres Berufsstandes überzeugen können, das den jeweiligen Ausbildungsbetrieben zu verdanken ist. Die prachtvollen Werkstücke des Bundeslehrlingswettbewerbs haben gezeigt: Unsere Jugend sprüht vor Kreativität und Innovationsgeist und zeigt dabei eine Professionalität und ein Qualitätsbewusstsein, die dem feinen Handwerk des Floristen-Berufes alle Ehre machen." – Eine Bestätigung gleichzeitig für das große Engagement, das die Floristik-Branche in die Aus- und Weiterbildung steckt."  

Jury bewertet Technik, Kreativität, Präsentation u.v.m.
 

45 Minuten, um einen klassischen Strauß anzufertigen, eine Tischdekoration in 90 Minuten: Der Zeitplan des Bundeslehrlingswettbewerbs ist dicht und stellt die jungen Floristinnen und Floristen vor eine große Herausforderung. Denn die 6 Werkstücke, die zu erarbeiten sind, unterliegen einem strengen Reglement. So werden von der Jury wurden nicht nur die Zeitlimits bewertet, sondern auch die technischen, d.h. handwerklichen Fertigkeiten, und das kreative Potenzial, ebenso wie die Maße der jeweiligen Werkstücke oder die Art der Präsentation. 

"Unser Nachwuchs begegnete dieser Situation in Rust mit Bravour und höchster Konzentration", so der Bundesinnungsmeister. "Sie wurden von ihren Ausbildungsbetrieben erstklassig auf dieses Event vorbereitet und ich möchte ihnen für ihren tagtäglichen Einsatz und ihre professionelle Wissensvermittlung danken, mit der sie unseren jungen Floristinnen und Floristen den Weg in eine perspektivenreiche Zukunft ebnen." 

Werkstück aus fair angebauten Rosen

Wie schon in den vergangenen Jahren, wurde ein Werkstück ausschließlich mit FFP-zertifizierten Rosen erarbeitet. – Ein Tribut an das hohe Engagement der Floristik-Branche, auf fair angebaute Blumen und Pflanzen aufmerksam zu machen.

Das Thema "Fair Flowers Fair Plants" (FFP) ist eine europäische Initiative, die in Österreich bereits von mehr als 250 Floristikfachbetrieben mitgetragen wird. (Die vollständige Liste der an der internationalen Initiative beteiligten Betriebe ist unter www.ihr-florist.at abrufbar.)

"Wir möchten unsere JungfloristInnen so bald wie möglich an dieses wichtige Thema für uns alle heranführen, damit sie ein starkes Bewusstsein dafür entwickeln", so der Bundesinnungsmeister.  

Rust: kulturelle Schatzkammer im Zentrum der UNESCO-Welterberegion  

Die UNESCO-Welterberegion Fertö-Neusiedlersee mit dem geschichtsträchtig Rust, das als Stadt der Störche und des edlen Weins über die österreichischen Grenzen hinaus berühmt ist, bot für den diesjährigen Wettbewerb eine Kulisse mit einer besonderen Faszination.  

"Diese kulturelle Schatzkammer, die in Rust an jeder Ecke zu spüren und zu entdecken ist, war eine großartige Inspiration für die Wettbewerbsarbeiten. Denn höchste Kunst und Kulinarik begegnen hier einander auf Schritt und Tritt – diesem Charme konnten sich weder die TeilnehmerInnen noch die BesucherInnen entziehen. Mein großer Dank geht an die Veranstalter, die mit viel Engagement den Bundeslehrlingswettbewerb 2015 in Rust vorbereitet haben, allen voran dem Landesinnungsmeister, KR Alfred Bieberle, und seinem Team für die erstklassige Organisation dieses wichtigen Branchen-Wettbewerbs," sagt Rudolf Hajek.  

Auch zahlreiche Ehrengäste nutzten die Gelegenheit, den glanzvollen Auftritt der Floristen-Jugend zu feiern, so konnten unter vielen anderen die Landesrätin für Bildung und Tourismus Mag.a Michaela Resetar von der Burgenländischen Landesregierung, ebenso wie Landtagsabgeordneter Robert Hergovich, der Präsident der Burgenländischen Wirtschaftskammer, Peter Nemeth, und die ÖVP-Vizebürgermeisterin der Freistadt Rust, Andrea Kargl-Wartha, begrüßt werden.  

Mit der Ausstellung der floralen Werkstücke am Samstag, dem 20. Juni, und 2.500 begeisterten BesucherInnen endete das erfolgreiche Floristik-Wochenende.

Fotos auf der österreichweiten Floristenhomepage www.ihr-florist.at


22.06.2015